Marie Lacrosse: Das Weingut – In stürmischen Zeiten (Band 1)

Irene, die weibliche Hauptfigur des Romans „Das Weingut – In stürmischen Zeiten“ kommt aus dem Waisenhaus ins Anwesen des reichen Weinhändlers Gerban. Auch wenn es ihr nicht so schlecht ergeht wie manchen ihrer Leidensgenossinnen, stellt die schwere und eintönige Hausarbeit für sie eine beständige Unterforderung ihrer Geistesgaben dar. Dienstmädchen wurde weder Bildung zugetraut noch über die nötigsten Kenntnisse im Lesen, Schreiben und Rechnen zugestanden. Darunter leidet Irene sehr, zumal die Tochter des Hauses sie ihre untergeordnete Stellung bei jeder Gelegenheit spüren lässt.
Dass Franz, der junge Herr, es tatsächlich ernst mit ihrer Beziehung meint, ist so unüblich für die 1870er Jahre, dass Irene ein erhebliches Risiko eingeht, als sie sich auf sein Werben einlässt. Und so wundert es niemanden, dass die Liaison schnell zu scheitern scheint…

Franz Gerban, der einzige Sohn der reichen Weingutsfamilie, bildet daher in der Tat eine bemerkenswerte Ausnahme. Es ist zwar nicht so, dass ihm die Annehmlichkeiten seines sorglosen Alltagslebens nichts bedeuten. Aber im Gegenteil zu vielen seiner Zeitgenossen hat er sich die Achtung vor der Würde auch von Menschen aus den unteren Schichten bewahrt. Er fühlt sich ihnen weder charakterlich noch intellektuell überlegen, ganz im Gegenteil zu seiner jüngeren Schwester Mathilde.

Sie ist die Inkarnation des dünkelhaften, verzogenen „gnädigen Fräuleins“, blind für die eigenen Schwächen und überzeugt davon, etwas Besseres zu sein als Menschen aus einfachen Verhältnissen. Damit zieht sie sich Franz‘ Verachtung zu, ebenso wie sein Vater Wilhelm, den er aufgrund seiner Manipulation und skrupellosen Ausbeutung Schwächerer ablehnt.

 

Dienstmädchen im 19. Jahrhundert

Dienstmädchen zu sein, war im 19. Jahrhundert nicht nur einer der schwersten, sondern auch der am wenigsten angesehene Frauenberuf.
Der Lohn der meist sehr jungen Frauen vom Lande war lächerlich. Manchmal arbeiteten sie bis zu sechzehn Stunden am Tag nur für schmale Kost und ein oft erbärmliches Quartier in einer Rumpelkammer oder gar einem Hängeboden.
Aufgrund der bigotten bürgerlichen Moral des 19. Jahrhunderts schamhaft verschwiegen, war die sexuelle Ausbeutung der Dienstmädchen, entweder durch den Hausherrn selbst oder seine Söhne. Eine Schwangerschaft führte unweigerlich zur unehrenhaften Entlassung, verbunden mit einem Eintrag im sog. „Gesindebuch“. Viele auf solche Weise entlassene Frauen endeten im Elend der Prostitution.
Wie sehr man Dienstmädchen als „Unperson“ betrachtete, wird an der weit verbreiteten Sitte deutlich, sie mit einem anderen Vornamen zu rufen, wenn ihr Taufname zufällig der gleiche war wie der der Hausherrin oder ihrer Töchter.

Band 2: Aufbruch in ein neues Leben

Banbd 3: Tage des Schicksals

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Ein „muss“ für lange, ungestörte Lesestage

Rhiannon Navin: Alles still auf einmal

Aufgeregt versteckt sich Zach mit seinen Klassenkameraden im Wandschrank. Es ist heiß und stickig und eng. Draußen fallen Schüsse − drinnen ahnt Zach, dass etwas Schreckliches geschieht. Er wird schließlich gerettet, aber sein älterer Bruder Andy stirbt, und nichts wird je wieder wie früher sein. Die Familie droht an dem Verlust zu zerbrechen. Doch es ist ausgerechnet der kleine Zach, der die Menschen, die er liebt, aus der Verzweiflung führt.

 

Maria Nikolai: Die Schokoladenvilla (Band 1)

Stuttgart, 1903: Als Tochter eines Schokoladenfabrikanten führt Judith Rothmann ein privilegiertes Leben im Degerlocher Villenviertel. Doch die perfekte Fassade täuscht. Judiths Leidenschaft gehört der Herstellung von Schokolade, jede freie Minute verbringt sie in der Fabrik und entwickelt Ideen für neue Leckereien. Unbedingt möchte sie einmal das Unternehmen leiten. Doch ihr Vater hat andere Pläne und fädelt eine vorteilhafte Heirat für sie ein – noch dazu mit einem Mann, den sie niemals lieben könnte. Da kreuzt ihr Weg den des charismatischen Victor Rheinberger, der sich in Stuttgart eine neue Existenz aufbauen will.

(Das Schicksal zweier Frauen. Das Erbe einer Familie. Die Geschichte einer Leidenschaft.)

 

Die Schokoladenvilla – Goldene Jahre (Band 2)

Stuttgart, 1926: Die junge, abenteuerlustige Serafina zieht zu ihrem Halbbruder Victor in dessen prächtiges Familienanwesen, das alle nur »Die Schokoladenvilla« nennen. Denn die Rothmanns sind weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt für ihre feinen Schokoladenkreationen, von denen sich auch Serafina nur zu gern verführen lässt. Mit ganzem Herzen stürzt sie sich in die Verlockungen der aufregenden neuen Zeit, und als sie den attraktiven Anton kennenlernt, verliebt sie sich Hals über Kopf. Doch Anton ist im Begriff, sich mit einer anderen zu verloben. Derweil wird das Schokoladenimperium der Rothmanns durch heimtückische Sabotageakte bedroht – und Serafina von einem dunklen Kapitel ihrer Vergangenheit eingeholt.

(Eine Zeit voller Verführungen. Eine Familie, die ihren Traum retten muss.)

 

Fenja Lüders: Der Duft der weiten Welt

Hamburg, 1912: Mina Deharde liegt der Kaffeehandel im Blut. Kein Wunder, verbringt sie doch jede freie Minute im Kaffeekontor ihres Vaters, mitten in der Hamburger Speicherstadt. Doch beide wissen, dass sie als Frau das Geschäft nicht übernehmen kann, und einen männlichen Erben gibt es nicht. Während Mina davon träumt, mit ihrem Jugendfreund Edo nach New York auszuwandern, hat ihr Vater andere Pläne für sie. Mina muss sich entscheiden: zwischen Pflicht und Freiheit, Liebe und Familie ...
(Auftakt der großen Familiensaga vor der farbenprächtigen Kulisse der Hamburger Speicherstadt

Band 1)

 

 

 

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